28.11.2007 | Redakteur: Stephan Augsten
Der weltweite Markt für IT-Sicherheit bleibt heiß umkämpft und auf Wachstumskurs: Allein in Deutschland werden 2007 rund 2,08 Milliarden Euro am Markt für Sicherheitsprodukte umgesetzt, schätzt die Experton Group. Aus Sicht des IT-Security-Anbieters Intergralis war das Thema E-Mail- und Web-Sicherheit ein treibender Faktor in Sachen Sicherheit. Nun erwartet das Unternehmen interessante Entwicklungen und Trends in den Bereichen Application und Endpoint Security.
Im Bereich der Endpoint-Security sind viele verschiedene Security-Aspekte abzudecken. Darunter fallen beispielsweise Device Control, Application Control, Virenscanning und Anti-Spam, um nur einige zu nennen.
Dr. Matthias Rosche, Director Consulting und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Ismaninger Integralis Deutschland GmbH, erwartet eine Verschmelzung von Einzelprodukten hin zu einer Gesamtlösung. Die Reduzierung von sechs bis sieben einzusetzenden Produkten auf nur noch zwei oder drei werde nicht nur zu Kostensenkungen führen, sondern auch die Administratoren erheblich entlasten.
Gewinner im Bereich Endpoint-Security werden große Hersteller mit integrativen Ansätzen sein, glaubt Rosche: „Unternehmen wie Check Point sind gerade dabei, ihre bisherigen Akquisitionen zu ‚verdauen’. In 2008 werden wir dann neue, integrierte Produkte am Markt sehen, die ab der zweiten Jahreshälfte intensiv nachgefragt werden.“
Data Loss bzw. Leakage Prevention (DLP) hat eine extreme Nachfrage am Markt, die sogar von Regierungsseite gefördert wird. Als Treiber für die Unternehmen gelten unter anderem die Schlagworte „Wirtschaftsspionage“ oder „Datendiebstahl durch Mitarbeiter“.
Im Bereich DLP existieren noch keine vollständigen Lösungsangebote. Zwar haben sich einige der Marktführer bereits mit neuester Technologie eingedeckt, bislang sind aber noch keine Komplettlösungen verfügbar. Integralis erwartet einen umsatzrelevanten Markt erst für 2009/2010. Im kommenden Jahr bleibt DLP nach Einschätzungen von Rosche eher ein Pionierthema, in Teilbereichen werde es allerdings erfolgreiche Projekte geben.
Wichtige Elemente sind neben dem klassischen Unternehmensschutz die IT-Security, der Patent- und Innovationsschutz und der Faktor Mensch. Der Abschätzung von Risiken kommt dabei gesonderte Bedeutung zu. So müssen beispielsweise beim Einsatz von IT-Systemen Penetrations-Risiken, bei der Integration neuer Gesellschaften oder beim Engagement auf neuen Märkten Know how-Verlust-Risiken berücksichtigt werden.
Es gilt, sich der realen Gefahrenlage durch Wirtschafts- und Industriespionage bewusst zu werden. Nur so lassen sich adäquate Konzepte, Strategien und Technologien entwickeln, um der Bedrohung Herr zu werden.
In diesem Zusammenhang beschreibt derzeit die Corporate Counter Intelligence in Berlin diverse Instrumente und Analyse-Prozesse zum Schutz vor legaler und illegaler Ausspähung von geschäftskritischen Informationen.
Während der Security-Veranstaltung von Marcus Evans mit dem Fachgebiet Industrie- und Wirtschaftsspionage werden folgende Themen behandelt:
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