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Eine kurz- bis mittelfristige Besserung der Gefahrenlage ist den Befragten zufolge nicht in Sicht. Gut 40 Prozent erwarten noch im Jahr 2010 schwere Angriffe auf ihre IT. Nur 20 Prozent der Umfrage-Teilnehmer glauben, dass sie in den kommenden fünf Jahren ausreichend vor schweren Cyberangriffen geschützt sind.
Demgegenüber meint ein Drittel der Befragten, dass der Infrastruktur-Sektor nicht ausreichend auf groß angelegte Angriffe oder die heimliche Infiltration der Netzwerke vorbereitet ist. Dies ist laut McAfee darauf zurückzuführen, dass viele Infrastrukturen auf Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ausgelegt sind und nicht auf Sicherheit.
Bislang hätten Infrastruktur-Anbieter vor allem bauliche Sicherheitsvorkehrungen und den traditionellen Werkschutz vorangetrieben. Gegen Cyberattacken seien sie hingegen wenig bis gar nicht gewappnet, obwohl ihre Netze durch Internet-Anbindung von überall erreichbar sind.
Aufgrund der Wirtschaftskrise ist aber auch hier vorerst nicht mit Fortschritten zu rechnen: Zwei Drittel der IT-Verantwortlichen müssen in diesem Jahr mit einem beschnittenen Sicherheitsbudget auskommen. Bei einem Viertel betrug die Kürzung 15 Prozent oder mehr. Besonders sind davon die Strom-, Öl- und Gasversorgung betroffen.
Interessant ist auch die Einschätzung staatlicher Aktivitäten: 60 Prozent der Befragten glauben, dass Vertreter ausländischer Staatsorgane bereits in fremde Infrastrukturen eingedrungen sind. Die Befragten meinen, dass das größte Risiko von den USA (36 Prozent) und China (33 Prozent) ausgeht.
Weitere Fakten liefert der Bericht „In the crossfire – Critical Infrastructure in the Age of Cyber-War” (PDF, 3,8 MB). Dieser wurde im Auftrag von McAfee vom Center for Strategic and International Studies (CSIS) verfasst.
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