Unter Anwendungsvirtualisierung (auch als Anwendungsportabilität oder Application-Service-Virtualisierung bekannt) versteht man die Kapselung von Anwendungen in einer virtuellen Umgebung, die auf jedem Endgerät ausführbar ist. Die Software wird zentral auf einem Server gehostet und auf den Computer eines Anwenders geladen. Dynamic-Link-Library-(DLL-)Programme leiten die Anforderungen der virtualisierten Anwendung auf das Server-Dateisystem um. Wird eine Software auf diese Art auf dem Server ausgeführt, sind keinerlei Änderungen am Betriebssystem oder an der Registry der lokalen Maschine erforderlich. Außerdem werden Computer-Ressourcen in Echtzeit auf Basis sich ändernder Anforderungen zugeteilt.
Zu den Vorteilen der Anwendungsvirtualisierung gehören:
Hardwarekostenersparnisse
Ersparnisse für Software und Betriebssystemlizenzen
Die Fähigkeit, mit einem großen und fluktuierenden Arbeitsvolumen umzugehen
Die Fähigkeit, mehrere Versionen eines Anwendungsprogramms gleichzeitig auf einem Computer auszuführen
Vereinfachtes Anwendungsmanagement, vereinfachte Upgrades und Migration
Die Fähigkeit, Ressourcen voll auszunutzen, ohne die Benutzer bei der Arbeit zu stören
Optimale Nutzung der vorhandenen Hardware
Flexibilität in Bezug auf die Beschaffung von Hardwareressourcen
Verbesserte Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit des Systems
Die Anwendungsvirtualisierung ist in verschiedenen Szenarien sinnvoll wie beispielsweise alle Office-Anwendungen, eCommerce, Banking, dem Börsenhandel, der Verwaltung von Versicherungen, der Simulation von geschäftlichen Abläufen, Supply-Chain-Management und unterstützende Software.