Rootkit die versteckte Gefahr

Rootkits verstecken Malware auch vor Antivirus Scannern

18.11.2010 | Autor: Peter Riedlberger

Rootkits verstecken Malware auch vor Antivirus Scannern
Ist ein Rootkit erst einmal installiert, kann oft nur noch ein Scan von einem externen Bootmedium dabei helfen es zu entdecken.

Selbst ein schlampig programmiertes Virus bleibt unerkannt, wenn es sich dank eines professionellen Rootkits vor dem Virenscanner verbergen kann. Ist ein Rootkit erst einmal auf dem eigenen Computer gelandet, hilft im Extremfall nur noch ein Virenscan, der von einem separaten Boot-Medium gestartet wird.

Wie so manch anderer Begriff im Security-Bereich (vergleiche etwa „Trojaner“) ist auch Rootkit nicht mehr aus sich heraus verständlich; erst mit einer Erklärung und Definition lässt sich verstehen, was damit gemeint ist.

Unter UNIX-artigen Systemen wird der Benutzer mit Administratorrechten regelmäßig root genannt. Wenn man in ein solches System erfolgreich einbrechen will, muss man dort „Root-Zugriff“, d.h. Zugriff mit Administratorrechten, erlangen. Stellen wir uns vor, dies ist einem Hacker aus diesem oder jenem Grund zu einem bestimmten Zeitpunkt gelungen. Unser Hacker muss damit rechnen, dass er bei der nächsten regelmäßigen Änderung der Passwörter seinen Zugriff verliert. Eventuell wird das kompromittierte Account sogar früher gesperrt.

Rootkits bei UNIX-artigen Systemen

Was also tun? Er wird danach trachten, seinen Einbruch ins System permanent zu machen, zum Beispiel mit Software, die er installiert (was er ja dank seines Root-Zugriffs vermag) und die ihm später Zugriff ermöglicht. Es ist klar, dass sich diese Routinen vor den legitimen Administratoren verstecken müssen, sonst wäre der Kompromittierung offensichtlich.

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Der kostenlose ESET SysInspector hilft beim Auffinden von Sicherheitslecks im Betriebssystem. Das Sicherheits-Tool zeigt laufende Prozesse, verdächtige Einträge in der Windows-Registy und ähnliches an und hilft sobeid er Suche nach Rootkits. Der Sysinternals RootkitRevealer von Microsoft ist ein leistungsfähiges Freeware-Dienstprogramm zur Rootkiterkennung. Das Tool listet Registrierungs- und Dateisystem-API-Unstimmigkeiten auf, die die Anwesenheit eines Benutzermodus- oder Kernelmodusrootkits anzeigen können.

Derlei Tools zirkulierten und zirkulieren in Hacker-Kreisen. Da mehr als ein Tool notwendig ist, sich die Programme aber bequem zu einem Paket („Kit“) zusammenfassen lassen, nennt man eine entsprechende Hacker-Tool-Sammlung „Rootkit“. Dieser Begriff wurde nun auf eine durchaus unterschiedliche Realität bei Windows-Systemen übertragen.


Seite 2: Rootkits in der Windows-Welt

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Redakteur: Peter Schmitz
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