Vorsorge gegen Malware treffen

Sicherheitsmaßnahmen neben dem Virenscanner

13.10.2010 | Autor: Peter Riedlberger

Sicherheitsmaßnahmen neben dem Virenscanner
Virenscanner sind kein Allheilmittel, sondern nur die letzte Verteidigungslinie gegen Malware. Besser, wenn man sich durch andere Tools und richtiges Verhalten zusätzlich absichert.

Das Anti-Virus-Programm stellt die letzte Verteidigungslinie gegen Malware dar. Vorsichtige Anwender sollten aber besser so agieren, dass dieser finale Schutz erst gar nicht zum Einsatz kommt. Es ist nämlich ein gefährlicher Irrglaube, dass die Installation eines Virenscanners sämtliche Gefahren beseitigen würde.

Denn ganz im Gegenteil ersetzt ein Antivirusprogramm nicht alle anderen Sicherungsmaßnahmen, sondern ist lediglich eine, wenn auch sehr wichtige, Art des Schutzes.

Wie an anderer Stelle erklärt, sind Virenscanner gerade bei brandneuen Viren oft chancenlos. Solche Schädlingen können nur von der Heuristik enttarnt werden, und falls diese Erkennung versagt, würde es zur Infektion kommen. Daher gilt: Egal, wie gut der Virenscanner ist: Alle anderen Sicherungsmaßnahmen bleiben Pflicht.

Updates sind unerlässlich

Die allermeisten Infektion erfolgen über Vulnerabilities in eingesetzter Software. Oft ist Malware, die solche Vulnerabilities attackiert, noch viele Monate nach dem Erscheinen des Patch erfolgreich, wenn nämlich die entsprechenden Updates nicht installiert wurden. Das darf nicht passieren. Nicht nur bei Windows, sondern auch bei allen Zusatzkomponenten (Flash, Adobe Reader, Java, Microsoft Office …) muss die Auto-Update-Funktion aktiv sein, um das System vor Angriffen zu schützen.


Andere Schutzprogramme

Es muss einem Administrator nicht gesagt werden, dass eine Firewall Pflicht ist. Dies gilt allerdings auf allen Rechnern, die irgendwie ins Firmennetzwerk kommen, damit also auch für Mitarbeiter-Notebooks. Diese stellen insbesondere in schwach administrierten Umgebungen eine große Gefahr da (typisches Beispiel: Geschäftsführer mit schickem, neuem Notebook weigert sich, ein administriertes Firmennotebook zu verwenden).

Viele Virenscanner erkennen keine Adware, weil Adware-Produzenten die Anti-Virus-Hersteller abgemahnt haben: bei ihrer Software handele es sich nicht um Malware. In solchen Fällen helfen Freeware-Tools aus dem Internet (z.B. HijackThis).

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Redakteur: Peter Schmitz
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