Die dunklen Geschäfte der Malware-Programmierer

Fiese Tricks mit denen Cyberkriminelle Kasse machen

28.09.2010 | Autor: Peter Riedlberger

Fiese Tricks mit denen Cyberkriminelle Kasse machen
Malware ist für Cyberkriminelle ein echtes Profit-Geschäft geworden. Informationsdiebstahl, Botnetze und Betrug sind nur drei der verschiedenen geldquellen.

Die Zeiten, in der Viren nur ein Beweis für die Fähigkeiten des Programmierers waren oder einfach nur ein schlechter Scherz, sind vorbei. Heute ist aus den Viren-Codern von damals eine Millionenschwere Malware-Industrie geworden. Dabei gibt es verschiedene Methoden, wie sich die Infektion eines Opferrechners in Geld auf dem Konto eines Kriminellen umsetzen läßt. Viren-Autoren zeigen dabei regelmäßig viel Phantasie.

Viren sind keine neue Erscheinung. Computerschädlinge, die sich auf fremden Rechnern einnisten und dort Unheil stiften, gibt es nun bereits seit mehreren Jahrzehnten. Technisch hat sich dabei natürlich viel geändert, aber der massivste Wandel betrifft die Intentionen der Virenautoren.

Die Zeit der Scherze ist vorbei

Ursprünglich ging es dabei um infantile Scherze: Pickelige Teenager hatten Spaß daran, anderen Nutzern alberne Meldungen anzuzeigen oder schlimmstenfalls die Festplatte zu löschen. Selbst die ersten Trojaner dienten zu ähnlichen Zwecken: Die komplette Kontrolle über den Opferrechner wurde nicht zur Wirtschaftsspionage oder zum Geldmachen verwendet, sondern um das Opfer mit immer wieder heraus- und hereinfahrenden CD-ROM-Laufwerken zur Weißglut zu bringen. Selbst vor zehn Jahren gab es noch derlei Späßchen, etwa einen Wurm, der beliebige Dateien vom Opferrechner weiterverschickte – mit etwas Pech peinliche JPEGs oder Liebesbriefe.

Heute kommt so etwas kaum mehr vor. Die Malware-Produktion ist fest in der Hand entschlossener Krimineller, die auf verschiedene Arten und Weisen Geld damit machen.


Geschäftsmodelle mit Zombie-Rechnern

Zombies oder Bots (also Opferrechner, die ohne Wissen des Opfers kontrolliert werden) lassen sich zum Spam-Versand missbrauchen oder aber für Denial-of-Service-Attacken: Indem die gesamte Internetkapazität tausender von Einzelrechner auf Firmen-Websites konzentriert wird, kann viel Unheil gestiftet werden.

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Redakteur: Peter Schmitz
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Bei Viren und Trojanern geht es längst nicht mehr um Jux und jugendliche Zerstörungsfreude. Heute werden Schadprogramme von Kriminellen geschrieben oder sogar in Auftrag gegeben, um davon finanziell zu profitieren. Dabei kann es sich um einen um Spam-Versand über infizierte Computer handeln oder um Daten- und Industriespionage mittels Distributed-Denial-of-Service-Attacken und Trojaner. weiter
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