Viele Infektionswege für Malware

So greifen Viren PCs per Download, Drive-by und USB-Stick an

24.09.2010 | Autor: Peter Riedlberger

So greifen Viren PCs per Download, Drive-by und USB-Stick an
Viren und Malware findet über verschiedenste Kanäle ihren Weg auf die PCs ihrer Opfer. Nur wenn man alle Infektionsrouten absichert kann man sich schützen.

Früher galt die Maxime, ausführbare Programme aus nicht-vertrauenswürdiger oder unbekannter Quelle zu meiden; in einem solchen ausführbaren Programm konnte sich immer ein Virus verstecken. Die heutige Situation ist viel schlimmer.

Der Ratschlag, nur Anwendungen aus vertrauenswürdiger Quelle zu nutzen, gilt weiterhin. Noch immer werden viele Viren huckepack über ausführbare Dateien verbreitet. Letztere gelangen auf verschiedenen Wegen auf den Rechner. Im Gegensatz zu früher spielen heute E-Mail-Viren kaum mehr eine Rolle; zu viele E-Mail-Gateways filtern Executables automatisch heraus. Dagegen geht eine enorme Gefahr von Dateien aus, die mit Filesharing-Systemen heruntergeladen wurden.

Filesharing-Viren nutzen BitTorrent und Co

Es gibt Filesharing-Malware, die nach erfolgreicher Infektion mehrere hundert Megabyte an Daten auf dem Opfer-Rechner ablegt. Es handelt sich dabei um unendlich viele Kopien des Virus, die unter unzähligen verschiedenen Einzelnamen firmieren. Der ganze Ordner wird im Filesharing-System freigegeben. Fast egal, nach welchem Begriff ein künftiges Opfer suchen wird: Er wird seinen gewünschten Download finden, allerdings in einer Virus-Version.

Eine weitere einfache Methode, sich ein Virus einzufangen, ist ein Web-Download aus unzuverlässiger Quelle. Dass man sich schnell Probleme und Viren einhandelt, wenn man nach Cracks o.ä. sucht, dürfte klar sein. Weniger offensichtlich ist, dass Bösewichter auch viele legitime Programme missbrauchen und verwanzen. Daher: Software lädt man stets von der Website des Herstellers herunter, nicht von fremden Websites.


Drive-by-Infektionen

Allerdings verbreiten sich heute Viren meist über andere Mechanismen. Die größte Gefahr geht von „Drive-by-Downloads“ aus: Viren, die sich bereits beim Besuch einer Website ohne weitere Aktion einnisten. Dies funktioniert, indem der Malware-Autor eine Sicherheitslücke beim Opfercomputer ausnutzt. Zumeist geht es dabei um so genannte Buffer Overflows: Ein Fehler in einem Programm wird so ausgenutzt, dass scheinbar als Daten übermittelter Code plötzlich ausgeführt wird.

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Redakteur: Peter Schmitz
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