Definition

Virus

Im Fall von Computern oder mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets ist ein Virus ein Programm oder Programm-Code, das sich selbst repliziert. Entweder kopiert es sich selbst oder initiiert, dass eine Kopie in einem anderen Programm, auf einem anderen Computer-Boot-Sektor oder in einem anderen Dokument landet. Viren übertragen sich unter anderem als Anhang einer E-Mail oder mittels einer heruntergeladenen Datei. Gelegentlich befinden sich Viren auch auf einer CD, DVD oder einem USB-Stick. Die Quelle der E-Mail, der heruntergeladenen Datei, der DVD, des USB-Sticks und so weiter weiß in der Regel nicht, dass das Medium mit einem Virus verseucht ist.

Einige Viren zeigen Auswirkungen, sobald der Code ausgeführt wird. Andere Typen „schlafen“ so lange, bis die Umstände die Ausführung des Codes auf dem Gerät auslösen. Die meisten Viren sind schädlich oder zumindest unerwünscht. Früher wollten Viren zerstören und haben zum Beispiel Daten gelöscht und Festplatten formatiert. Heutzutage versuchen Viren Passwörter und andere sensible Daten zu stehlen und wollen daher so lange wie möglich unerkannt im Hintergrund laufen. Man nennt sie auch Trojaner, deren lukrativstes Ziel sensible Unternehmens- oder Bankdaten sind. Repliziert sich ein Virus selbst, indem er sich als Anhang einer E-Mail oder einer Netzwerknachricht verbreitet, dann nennt man das einen Wurm.

Allgemein unterscheidet man drei Hauptklassen von Viren:

  • Sie infizieren Dateien: Einige Viren, die Dateien infizieren, flanschen sich selbst an Programmdateien an. In der Regel handelt es sich dabei um .COM- oder :EXE-Dateien. Einige Viren können sämtliche Programme infizieren, die man auch ausführen kann. Dazu gehören unter anderem Dateien der Typen .SYS, .OVL, .PRG und .MNU. Startet das infizierte Programm, wird gleichzeitig das Virus geladen. Andere Viren, die Dateien befallen, kommen via E-Mail-Anhang als eigenständiges Programm oder Skript.
  • Viren, die Systeme oder Boot-Bereiche befallen: Diese Viren infizieren ausführbaren Code, den man in bestimmten Systembereichen eines Datenträgers findet. Bei einer Festplatte oder einer SSD wäre das zum Beispiel der sogenannte MBR (Master Boot Record). Ein verbreitetes Szenario ein USB-Stick, auf dem sich ein Boot-Sektor-Virus befindet. Stecken Sie den USB-Stick in den Computer, passiert zunächst nichts. Starten Sie den Computer neu und der USB-Stick befindet sich immer noch am Rechner, dann sieht der Computer möglicherweise zunächst auf diesem Datenträger nach und lädt den Boot-Disk-Virus.
  • Makro-Viren: Diese gehören zu den häufigsten Viren. Sie befinden sich beispielsweise in Dokumenten von Microsoft Word und Excel. Früher galten Makro-Viren noch als vergleichsweise harmlos, das sie oft nur unerwünschte Worte oder Phrasen in Dokument einfügen. Heute werden über Makro-Viren viel Angriffe gestartet bis hin zum Advanced Persistent Threat (APT).

Der beste Schutz vor Viren ist, wenn man den Ursprung eines jeden Programms oder einer jeden Datei kennt, die Sie auf Ihrem Computer oder von Ihrem E-Mail-Programm ausführen. Da dies nicht immer möglich ist, kann man ein Antiviren-Programm erwerben. Diese scannen E-Mail-Anhänge sowie Dateien und können außerdem in periodischen Abständen alle Files auf dem Computer überprüfen. Gefundene Viren werden dann gelöscht oder in Quarantäne geschoben. In Unternehmen ist ein lückenloser Schutz bis hin zum Sannen des Netzwerk-Traffics durch UTM- oder andere Appliances sinnvoll, um Schädlinge bereits vor dem Eintreffen beim Anwender abzufangen.

Das Computer-Virus hat seinen Namen natürlich von seinem Vorbild aus der Biologie bekommen. Das Wort selbst stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Schleim oder Gift.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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