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Windows Defender Offline: So schützt das kostenlose Tool Windows-PCs

Neben dem Windows Defender gibt es von Microsoft auch das ebenfalls kostenlose Security-Tool Windows Defender Offline. Wie schützt es Windows-PCs?

Microsofts Antimalware-Tool Windows Defender wurde erstmals mit Windows XP als kostenloser Download angeboten, um das System nach schädlicher Spyware zu durchsuchen. Spätere Versionen von Windows enthielten Windows Defender dann bereits standardmäßig, seit Windows 8 bietet der Windows Defender dann auch Antimalware-Funktionen.

Der Windows Defender wird gestartet, sobald das Windows-Betriebssystem hochgefahren wird, deaktiviert sich aber selbst, sobald ein anderes Antivirenprogramm erkannt wird. Die meisten Unternehmen verwenden kostenpflichtige Antimalware-Tools von Kaspersky oder McAfee, daher bietet der Windows Defender auf den meisten Client-Geräten in Firmen keinen Security-Schutz, obwohl er installiert ist. Gerade auf privaten Windows-Geräten ist der Windows Defender aber ein wichtiges Security-Tool, das mit regelmäßigen System-Scans einen fundierten Schutz vor Malware und Viren bietet.

Wenn der Windows Defender eine Malware nicht entfernen kann, dann wird der Nutzer hierüber informiert und zum Download von Windows Defender Offline aufgefordert. Dabei handelt es sich um ein separat erhältliches Antimalware-Programm das von einer bootbaren Disk gestartet werden kann und einen umfassenderen Scan des infizierten Systems durchführen kann, während das Betriebssystem offline ist.

Im Idealfall wird Windows Defender Offline nach dem Herunterladen von einem nicht-infizierten PC aus auf eine CD oder DVD oder auf ein USB-Speichergerät kopiert. Infizierte Systeme könnten möglicherweise die Erstellung eines entsprechenden Analyse-Mediums unterbinden oder sabotieren. Zu beachten ist hierbei, dass beide PCs das gleiche Windows-Betriebssystem in 32- oder 64-Bit-Architektur ausführen müssen.

Sofern Nutzer keinen Zugang zu einem zweiten PC haben, wäre es sicher sinnvoll, Windows Defender Offline herunterzuladen, noch bevor eine Aufforderung hierzu von den Microsoft Security Essentials oder von Windows Defender erfolgt. Allerdings basiert die Schutzwirkung von Windows Defender Offline auf Viren-Definitionen, um bekannte Bedrohungen identifizieren und entfernen zu können. Daher müsste das Tool eigentlich regelmäßig neu heruntergeladen werden, um es auf dem aktuellen Stand zu halten. Hierfür wäre ein USB-Medium die optimale Wahl, da es mehrfach wiederverwendet werden kann und Windows Defender Offline die Definitionen aktualisieren kann, sobald der Installations-Wizard ausgeführt wird.

Um Windows Defender Offline schließlich auszuführen, muss das möglichst aktuelle Installationsmedium (CD, DVD oder USB-Laufwerk) eingelegt oder angeschlossen werden, alle offenen Programme gespeichert und geschlossen werden und anschließend ein Neustart des Systems durchgeführt werden. Manche PCs werden das Medium beim Bootvorgang erkennen und automatisch die Option des Startens von DVD, CD oder USB anbieten. In anderen Fällen muss die Boot-Reihenfolge über die Taste „F12“, „F10“, „Esc“ oder „Ent“ geändert werden.

Wenn Windows Defender Offline direkt auf einen infizierten PC heruntergeladen wird, dann wird das System direkt nach dem Download in den Recovery-Modus wechseln und Windows Defender Offline ausführen. In jedem Fall muss dabei aber die Laufwerksverschlüsselung per BitLocker deaktiviert werden.

In den regelmäßig von AV-Test durchgeführten Antiviren-Tests für Windows-Systeme erreicht Windows Defender Offline zwar regelmäßig eher mittelmäßige Werte. Immerhin ist das Programm aber kostenlos und definitiv besser als gar keine Security-Lösung.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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