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Wie sicher ist die Nutzung von Wi-Fi Sense in Windows 10?

Mit Wi-Fi Sense in Windows 10 können WLAN-Passwörter mit eigenen Kontakten geteilt werden. Schwächt dies die Netzwerksicherheit in Unternehmen?

IT-Security möglichst einfach zu gestalten ist alles andere als einfach, aus diesem Blickwinkel ist es natürlich gut, wenn sich Sicherheitstechnologien weiterentwickeln. Und genau das strebt Microsoft mit Wi-Fi Sense in Windows 10 an. In der deutschen Sprachversion findet sich Wi-Fi Sense als WLAN-Optimierung in den Einstellungen unter dem Punkt WLAN-Einstellungen verwalten.

Für viele Nutzer dürfte es ziemlich oft vorkommen, dass Freunde und Familie zu Besuch kommen und erst einmal nach dem WLAN-Passwort fragen. Jedes Mal muss dann das WLAN-Passwort im Klartext weitergegeben werden, während der Gast auf der Softwaretastatur seines Smartphones verzweifelt versucht, sich nicht zu oft zu verschreiben. Schon alleine aus diesem Grund werden häufig nur Buchstaben oder Nummern als WLAN-Passwort verwendet, um auf der Tastatur eines Smartphones nicht zu oft zwischen beiden Ansichten hin- und herwechseln zu müssen.

Da viele Menschen ihr Passwort aber für mehr als einen Zugang nutzen, kommt das WLAN-Passwort in vielen Fällen auch bei eigenen Social-Media- oder E-Mail-Accounts zum Einsatz. Da ist die Weitergabe des Passwortes keine wirklich gute Idee, denn wenn im Fall der Fälle eine Freundschaft zerbricht, würde man ja ungern sein Passwort mit dieser Person geteilt haben.

Das Problem der Weitergabe persönlicher WLAN-Passwörter versucht Microsoft mit Wi-Fi Sense in Windows 10 und Windows 10 Mobile zu lösen. Wenn jemand seinen WLAN-Zugang mit einem Bekannten teilen möchte, dann wird hierzu das WLAN-Passwort über eine verschlüsselte Verbindung als verschlüsselte Datei auf Microsoft-Servern gespeichert.

Sobald die entsprechende Person mit einem eigenen Endgerät wie einem Smartphone oder Tablet in Reichweite des Netzwerkes ist – hierfür werden Geolokalisierungsdienste verwendet – wird die verschlüsselte Datei wiederum über eine sichere Verbindung auf das Endgerät geladen und der Zugang zum WLAN steht bereit. Hierfür ist natürlich ebenfalls ein Smartphone oder Tablet mit aktiviertem Wi-Fi Sense nötig. In diesem Fall wird das WLAN-Passwort dann nicht mehr persönlich im Klartext übertragen und muss auch nicht mehr händisch eingetippt werden.

Per Wi-Fi Sense lassen sich WLAN-Passwörter mit Skype-, Facebook- und Outlook-Kontakten teilen, allerdings müssen hierfür wie gesagt auch Gäste über ein Endgerät mit Wi-Fi Sense verfügen. Standardmäßig ist Wi-Fi Sense in Windows 10 aktiviert, allerdings werden so noch keine WLAN-Passwörter geteilt, da zunächst für jedes Netzwerk separat festgelegt werden muss, ob dessen WLAN-Passwort über Wi-Fi Sense geteilt werden soll.

Derzeit besteht allerdings noch keine Möglichkeit, Passwörter mit bestimmten Kontakten oder Kontaktgruppen zu teilen – entweder alle Kontakte können über eigene Windows-10-Geräte und Wi-Fi Sense das entsprechende WLAN nutzen, oder gar keine. Natürlich lassen sich geteilte WLAN-Netzwerke aber auch im Nachhinein wieder aus Wi-Fi Sense entfernen, zudem kann Wi-Fi Sense über die WLAN-Einstellungen auch komplett deaktiviert werden.

Wi-Fi Sense bietet dabei lediglich den Zugang zum Internet, nicht aber auf freigegebene Ressourcen wie Dateien oder Drucker. Zudem können WLAN-Gäste das WLAN-Passwort nicht selbst mit anderen Nutzern teilen, was ja möglich wäre, wenn sie das Passwort im Klartext bekommen hätten.

Für die meisten Unternehmen dürften sich Sicherheitsfragen rund um Wi-Fi Sense aber wohl gar nicht erst stellen, da Wi-Fi Sense in Unternehmensnetzwerken mit 802.1X-Standard gar nicht erst funktioniert, hier müssen Nutzer zwangsweise autorisiert werden. Wer auf IT-Seite trotzdem auf Nummer sicher gehen will, der kann seinem Netzwerknamen (SSID) ein „_optout“ anhängen, wodurch Wi-Fi Sense dieses WLAN-Netzwerk ebenfalls ignorieren wird.

Damit ist Wi-Fi Sense wesentlich bequemer und dabei doch sicherer als die Weitergaben von WLAN-Passwörtern im Klartext und für private Nutzer sicherlich einen Blick wert. Unternehmen dagegen sollten von einer unkontrollierten Weitergabe der WLAN-Zugangsdaten, wenn auch verschlüsselt, definitiv Abstand nehmen und eine der möglichen Maßnahmen ergreifen, Wi-Fi Sense im Unternehmensnetzwerk zu unterbinden.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

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