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IBM Blue Box: Ist der Private-Cloud-Service wirklich privat?

IBM übernahm im Juni 2015 die Firma Blue Box, die einen sogenannten Private Cloud as a Service anbietet. Doch ist dieser Service wirklich privat?

IBM hat im Juni 2015 das Unternehmen Blue Box übernommen, welches einen sogenannten Private Cloud as a Service...

(PCaaS) anbietet. Doch wie funktioniert dieser Service? Und bietet das PCaaS-Angebot mehr Sicherheit für Unternehmen, oder ist es lediglich ein Public-Cloud-Service mit einem neuen Label?

IBM Blue Box ist kein falsch gekennzeichneter Public-Cloud-Service. Das neue Angebot kombiniert Hardware von IBM und eine Data-Center-Infrastruktur mit der Cloud-Management-Plattform OpenStack, die von Blue Box weiterentwickelt wurde.

Mit dem IBM Blue Box Cloud-Service können Kunden eine eigene OpenStack-Cloud erstellen und managen, die auf der IBM-Infrastruktur (in einem SoftLayer-Rechenzentrum) betrieben wird – daher die Bezeichnung Private Cloud as a Service (PCaaS). Die Hardware wird einem einzelnen Kunden zugewiesen, so dass er die Vorteile einer virtualisierten Umgebung hat und gleichzeitig sichergestellt bekommt, dass das Betriebssystem auf einem Server nur ihm zugeordnet ist. Da Kunden den Standort des SoftLayer-Data-Centers frei wählen können, ist laut IBM die Nutzung von Blue Box zum Beispiel im Frankfurter Rechenzentrum möglich.

Kunden von IBM Blue Box können mit einer Basis Cloud-Konfiguration starten und diese für ihre Bedürfnisse anpassen. Ein Base Cluster von Blue Box umfasst 88 Cores, 378 GB RAM, 3,5 TB Storage und ein Gbps Networking. Das Basis-Paket bietet 24/7-Support und kostet 7.100 Dollar pro Monat. Zusätzlich können Kunden verschiedene dedizierte Komponenten hinzufügen. Eine Übersicht über die Komponenten und Preise gibt es auf der Website von Blue Box.

IBM Blue Box ist also kein Public-Cloud-Service. Kunden sind damit in der Lage, ihre eigene OpenStack-Cloud mit einer Blue-Box-Konsole zu verwalten. Es ist ihnen nicht nur möglich, Nutzer, Privilegien und Anwendungen ähnlich wie ein Public-Cloud-Anbieter zu managen, sondern sie müssen auch die Plattform selbst verwalten. In der Praxis bedeutet das, die Kunden überwachen und verwalten alle Rechen-, Speicher-, Netzwerk- und Security-Aspekte von OpenStack selbstständig.

Unternehmen, denen diese Art der Sicherheitskontrolle ungenügend ist beziehungsweise die weitergehende Security-Anforderungen benötigen, müssen auf eine eigene Infrastruktur setzen. Dabei sollten Sie die Herausforderungen einer eigenen OpenStack-Implementierung berücksichtigen.

Das Blue-Box-Angebot wurde für Kunden entwickelt, die nicht selbst die benötigte Infrastruktur managen, aber die Möglichkeiten von OpenStack auskosten und eigene Cloud-Anwendungen einsetzen wollen.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

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